Prof. Dr. Anne Marie Bonnet
Professorin für Kunstgeschichte, Universität Bonn

*1954 in Freiburg
Seit 1997 Professur für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte am Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn, lebt in Köln.

Anne-Marie Bonnet studierte Anglistik und Germanistik erst in Aix-en-Provence, später in Heidelberg. 1982 schloss sie ihr Studium in Kunstgeschichte, Germanistik und Romanistik mit der Promotion über die Entstehung profaner Bilder zu Beginn des 13. Jahrhunderts ab. Sie habilitierte 1993 am Institut für Kunstgeschichte der Universität München über den Akt bei Dürer.

Nach Lehrtätigkeiten in Leipzig und Freiburg hat Anne-Marie Bonnet seit 1997 einen Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte in Bonn. Sie ist Vorstandsmitglied verschiedener Stiftungen, Vereine und Beiräte, unter anderem in der Bundeskommission zum Erwerb zeitgenössischer Kunst für die Sammlungen des Bundes (bis 2012) sowie dem Zentralarchiv des deutschen und internationalen Kunsthandels.





Christiane Hoffmann
Galeristin und Kunsthistorikerin

*1968 in Rheda-Wiedenbrück
Seit 2003 selbständig mit Kunstagentur und Galerie, lebt in Rheda-Wiedenbrück.

Christiane Hoffmann studierte Mittlere und Neuere Geschichte sowie Kunstgeschichte in Münster und Tübingen. Nach Abschluss eines Museumsvolontariats arbeitete sie als Wissenschaftlerin bei einer privat geführten Adelsverwaltung und machte sich nach der Tätigkeit einer Verlagsgeschäftsführerin mit einer Kunstagentur und Galerie, die national und international im Kunsthandel und Messegeschäft aktiv ist, selbständig. Darüber hinaus ist sie als Gastkuratorin und Wissenschaftlerin für Museen aktiv.

Christiane Hoffmanns Schwerpunkte liegen im historischen und zeitgenössisch-künstlerischen Bereich. Ihre Galerie fördert zudem junge zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler. Netzwerke mit anderen Galerien in Berlin, Hamburg und Leipzig sowie Kontakte zu international tätigen Sammlerinnen und Sammlern sind für sie von Bedeutung. Für Kommunen und private Auftraggeber erstellt sie Konzepte und künstlerische Sammlungsstrategien und ist als Expertin für zeitgenössische Kunst gefragt.





Prof. Dr. Georg Imdahl
Professor für Kunst und Öffentlichkeit, Kunstakademie Münster

*1961 in Münster
Seit 2011 Professur für Kunst und Öffentlichkeit an der Kunstakademie Münster, lebt in Düsseldorf.

Georg Imdahl studierte Philosophie, Neue Geschichte und Politikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. 1995 promovierte er an der Privaten Universität Witten/Herdecke bei Franco Volpi über das Frühwerk Martin Heideggers. Seit 1991 hat er als Autor zahlreiche Beiträge über zeitgenössische Kunst u.a. in der FAZ, der Neuen Zürcher Zeitung und dem online-Magazins artnet verfasst.

Er arbeitete als Wissenschaftlicher Assistent am Stiftungsinstitut für das Studium fundamentale der Privaten Universität Witten/Herdecke und hatte zahlreiche Lehraufträge für Gegenwartskunst und Kunstkritik an verschiedenen Universitäten. Seit 2011 ist Georg Imdahl Professor für Kunst und Öffentlichkeit an der Kunstakademie Münster. Er ist zudem Mitglied des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA.





Prof. Rita McBride
Künstlerin und Rektorin der Kunstakademie Düsseldorf

*1960 in Des Moines (Iowa)
Seit 2013 Rektorin der Kunstakademie Düsseldorf, lebt in Düsseldorf.

Rita McBride ist eine international gefragte Bildhauerin und Installationskünstlerin. Sie studierte am Bard College in New York und am California Institute of Arts. Nach Aufenthalten in New York, Portugal, Madrid, Rom, Paris und Berlin war sie von 1999 bis 2000 Gastprofessorin an der Akademie der Bildenden Künste in München und an der École nationale supérieure des beaux-arts de Paris. 2003 wurde Rita McBride als Professorin für Bildhauerei an die Kunstakademie Düsseldorf berufen, seit dem vergangenen Jahr ist sie dort als Rektorin tätig.

Mit ihren meist raumsprengenden Installationen setzt sich Rita McBride mit Architektur, Funktion und Kommunikation auseinander. Ihr vielschichtiges Werk wird seit Ende der 1980er Jahre in weltweiten Ausstellungen präsentiert. Ihre Arbeiten sind unter anderem in Tokio, Berlin, Rotterdam, Budapest und Los Angeles zu sehen.





Roland Nachtigäller
Künstlerischer Direktor, Marta Herford

*1960 in Dortmund
Seit 2009 Künstlerischer Direktor des Museums Marta Herford, lebt in Herford.

Roland Nachtigäller studierte in Kassel Kunst, Visuelle Kommunikation, Germanistik und Medienpäda-gogik. Nach einer wissenschaftlichen Assistenz am Museum Fridericianum in Kassel wurde er 1991 in das Leitungsteam der documenta 9 berufen. Anschließend war er als Kurator und Autor an zahlreichen Katalog-, Sammlungs- und Ausstellungsprojekten beteiligt, u.a. 1994 an „Europa, Europa. Das Jahr-hundert der Avantgarde in Mittel- und Osteuropa“ für die Bundeskunsthalle Bonn.

Von 2003 bis 2008 leitete Nachtigäller die Städtische Galerie Nordhorn. Er entwickelte dort u.a. die grenzüberschreitende Skulpturenroute „kunstwegen“ (gemeinsam mit Martin Köttering, 2000) und deren Fortsetzung „raumsichten“ (2010). Auch das künstlerische Freiraumlabor „Feldversuche“ in Gartow (2007) oder das Projekt „Gartenbühnen – Bühnengärten“ in OWL (seit 2011) wurden von ihm realisiert.

Als Künstlerischer Direktor des Museums Marta Herford setzt er maßgeblich auf innovative Themen-ausstellungen oder große Einzelpräsentationen zur zeitgenössischen Kunst. So zeichnet er u.a. für Ausstellungen wie „Martin Walde: Unken“ (2010), „Wir sind alle Astronauten – Universum Richard Buckminster Fuller“ (2011), „Atelier + Küche = Labore der Sinne“ (2012), „Farbe bekennen – Was Kunst macht“ (2013) oder „BOOSTER – Kunst Sound Maschine“ (2014) verantwortlich.





Jürgen Stollhans
Künstler, Köln

*1962 in Rheda
Vorwiegende Arbeit mit Mitteln der Installation und Zeichnung, lebt in Köln.

Jürgen Stollhans studierte ab 1983 Malerei an der Kunstakademie Münster bei Norbert Tadeusz. Er wechselte 1986 an die Kunstakademie Düsseldorf in die Bildhauerklasse von Erich Reusch. Seit 1989 arbeitet er in Köln. Er nahm 2007 an der documenta 12 teil. Jürgen Stollhans war an verschiedensten Einzel- und Gruppenausstellungen beteiligt u.a. in der Kunsthalle Münster, dem Museum Ludwig in Köln sowie dem Museum Marta in Herford.

In seinen Arbeiten übersetzt der Künstler Bruchstücke der visuellen Kultur in vielschichtige Bild-Text-Kombinationen. Dabei spielen Ironie als auch ein künstlerisch eigensinniges, nicht-lineares Denken eine wesentliche Rolle. Die Basis seiner großflächigen Zeichnungen, Collagen und Animationen, die oftmals in Kombination mit skulpturalen Elementen und raumgreifenden Installationen gezeigt werden, bildet eine in Recherchen entstandene Materialsammlung, deren Spektrum breit gefächert ist.